Der Goldbrenner vom Kaiserstuhl
Von Lisa Petrich
Fridolin und Anneliese Baumgartner gehören mit ihrer kleinen Brennerei am Kaiserstuhl zu den besten Edelbrennern in Europa. „Solche wie uns gibt’s fast nicht mehr“, sagt der 72-Jährige. Hätte Fridolin Baumgartner als junger Mann auf seine Stammtischkollegen gehört, wäre aus ihm vielleicht nie ein zigfach ausgezeichneter Brenner geworden. Denn die Stammtischler, viele davon selbst Brenner, haben ihm geraten, den Schnaps lieber an einem Händler zu verkaufen, als eigene Edelbrände herzustellen. „Aber man muss immer das machen, wasmanwill, und nicht auf den Stammtisch hören“, sagt Baumgartner lachend. Der 72-Jährige steht in seiner Hausbrennerei in Vogtsburg-Oberbergen und schnuppert an Blutorangen. Sie sind fein säuberlich geschält, halbiert und erfüllen den kleinen Raum mit fruchtig-sonnigemDuft.
Daraus werde bald Orangengeist, brummelt Baumgartner im Kaiserstühler Dialekt. Neben ihm steht der Brennkessel, auf der anderen Seite eine große Tonne, wo schon Orangenschalen und selbstgepresster Orangensaft in Alkohol liegen. Das Wichtigste für ihn: die Qualität der Früchte.
Seit 1983 hat Fridolin Baumgartner die Hausbrennerei am Kaiserstuhl. „Angefangen haben wir mit nichts“, erzählt er. Den ganzen Artikel können Sie online bei der Badischen Zeitung lesen.